Reiseblog

Über ChanthaBuri nach KohRongSamloem

Nach einer relativ entspannten Busfahrt kamen wir am Busbahnhof von ChanthaBuri an. Mittels Händen und Füßen konnten wir dem Tuktukfahrer dann klarmachen, dass wir zum Strand wollten. Kurz nach Sonnenuntergang kamen wir an der sehr ruhigen Strandpromenade an. Erster Anlaufpunkt war ein kleines Restaurant um unseren Hunger mit gebratenem Reis zu stillen. Nach dem Zahlen war die junge Besitzerin so aufmerksam zu bemerken, dass wir noch keine Unterkunft hatten und bot uns promt ein Zimmer im Hinterhof an, welches sofort mit einem Diskount versehen wurde. Da alle unsere Ansprüche erfüllt wurden und der Strand nur ca. 200Meter entfernt war, nahmen wir an und freuten uns auf den nächsten Tag, um endlich das Meer im Licht der warmen Sonne zu sehen.

So verbrachten und genossen wir den nächsten Tagen am Strand bis zum Sonnenuntergang.

Natürlich lagen wir nicht nur faul am Strand gelegen, sondern auch gegessen und getrunken. Da wir am Meer waren, konnten wir nun nach Herzenslust die Früchte von diesem genießen.

Von einem Schweizer, der dort ein Tourismusbüro aufgemacht hat, haben wir erfahren, dass durch königlichen Erlass in der Nähe ein kostenloses Aquarium aufgemacht hat, welches wir dann auch besuchten. Es war nicht sehr groß, abei ich hatte weniger erwartet.

So waren die Tage eher ruhig und nach dem letzten Sonnenuntergang ging es dann los nach Kambodscha. Noch hatten wir durchaus positive Erwartungen und freuten uns sehr.

Schon an der Grenze wurde es etwas eigenartig mit der doch sehr individuellen Preisgestaltung für Visa und andere Sachen. So waren wir schon froh, als wir in einem MiniVan für 20dollar nach Sihanoukville saßen. Auch waren wir froh, noch Dollarscheine zu besitzen, welche die ausreichende Qualität besaßen, da jeder auch nur leicht ledierte Schein von jedem abgelehnt wird. Wie ich rausfand auch von den Banken.

Apropos lediert, meiner kalzifiziertenSchulter geht es nun besser und es zwickt nur noch selten.

Es dauerte etwas bis wir im Dunkeln die Stadt erreichten und nachdem wir ein Hostel gefunden hatten, welches uns versprach, dass es in ein paar Stunden wieder Wasser geben würde, gingen wir nochmal in die Stadt und fanden dort die Leute am Strand in Volksfeststimmung, wobei wir die einzigen Westler waren.

Etwas bedrohlich wirkte die Stadt schon, aber bei Tageslicht zeigte sie auch andere Seiten.

Zum Glück hatte ich abends noch geduscht, denn morgens war im Hotel wieder das Wasser alle.

Die Einzigartigkeit des Charakters dieser Stadt lässt sich nicht in Worte fassen und findet hoffentlich so bald kein Ende. Wir waren doch erstaunt eine Vielzahl unterschiedlichster Flüssigkeit über die Straße laufen zu riechen, die zwischen den neuen chinesischen Kasinos und den Baustellen für die noch neueren dahinflossen. So verging uns schnell die Lust an jeglichen Ausflügen und wir blieben die Zeit bis unsere Fähre losfuhr im Nachbarhostel ‚big Easy‘. Mal hatte man kein Wasser, mal hatte man kein Internet und wie wir herausfanden auch manchmal kein Strom. Letzteres fanden wir zu ein sehr ungünstigen Zeitpunkt heraus. Und zwar zwischen der Abbuchung von Anis Konto und der Herausgabe ihrer Kreditkarte aus dem Automaten.

Im zahlreichen Müll um den Automaten fanden wir dann auch einige Belege mit der Automaten- und einer Notfalltelefonnummer. Die freundliche kambodschanische Stimme am anderen Ende der Leitung, die wir mit Hilfe von Hostelangestellten verstehen konnten, erklärte uns, dass doch Sonntag sei und wir doch bitte die Karte am nächsten Tag um drei Uhr auf der Bank abholen sollen. So kratzten wir unsere letzten Dollar zusammen und verlängerten unseren Aufenthalt, wobei auch gleich das Versprechen der Hostelleitung kam, dass bald wieder Wasser dasei.

Der nächste Tag war besinnlich auf alle Möglichkeiten, denn es war ja schon Heiligabend und wir waren nicht hundertprozentig sicher, wie die nächsten Tage wohl zu verbringen seien.

ChiangMai und zurück nach Bangkok

Zurück in ChiangMai war meine erste Aufgabe klar: ich brauchte ein neues Handy. Da ich ChiangMai durch wirklich hochwertige und hochpreisige Produkte in Erinnerung hatte, rechnete ich mit einem teuren Aufenthalt. Nach zwei Tagen rumstromern in den Elektroläden der Stadt, rumlungern am Pool und shoppen in der Stadt und auf dem Weihnachtsmarkt, entschied ich mich für das Y9 für 200euro, was ein grosses Loch in meine Reisekasse sprengte.

Es wurde aber nun wirklich Zeit den Norden zu verlassen, denn Ani hatte bisher noch nicht das Meer gesehen und auch ich wäre dem Faulenzen am Strand nicht abgeneigt. So nahmen wir den Übernachtbus. Der dubios und klapprig dreinschauende Bus fuhr aber die 12-Stunden-Strecke in Acht. Dies hatte zwei Konsequenzen. Zu einem fanden wir so gut wie keinen Schlaf zum anderen wurden wir gegen halb fünf Uhr frühs in der Nähe der KhaoSanStrasse rausgeworfen, was, wenn man bedenkt, dass das früheste Einchecken in ein Hostel gegen 12Uhr ist, eine seltendämliche Zeit ist. So verbrachten wir den Großteil des Morgens vor BürgerKing damit zuzusehen wie der Tag begann.

Wir fanden dann eine Unterkunft in der FlappingDuck, einem Hippie-Raggae-Hostel mit Bar zwischen Fluss und Park direkt in der Innenstadt.

Die Tage füllten wir mit Essen und Nichtstun bei Bier.

Natürlich könnte das Kulterprogramm nicht zu kurz kommen und so gingen wir shoppen.

Zu einem fuhren wir mit dem Boot zum MBK einem sieben-stöckigen Einkaufszentrum mit über zweitausend Geschäften, welches mir aber nicht so gefiel. Aber auf der Bootstour konnten wir nicht nur BangKok von seiner schönen Seite sehen, sondern auch ein in den Kanälen lebendes Tier bewundern.

Zum anderen besuchten wir am Samstag den ChatuChakMarkt, der uns schier zu erschlagen drohte.

Auf diesen Bildern ist vielleicht ein Prozent der Vielfalt der Geschäfte dargestellt. Aber auch Essen und Unterhaltung dürfen auf einem solchen Markt nicht fehlen.

Auch unsere Stammkneipe, die ThonBuriBar, wurde in diesen Tagen öfters frequentiert. Es gab viel Bier, nette Leute und viel Gesang.

Wie man sieht, gab es nicht nur gute professionelle Musik, sondern ich musste zu meinem Geburtstag auch ran. Wer sich nun bei diesem Video über meine Armschlaufe wundert, dem sei gesagt, dass ich bei den falschen Bewegungen sehr starke Schmerzen in der Schulter verspürte, welche sich so sehr verschlimmerten, dass ich am nächsten Tag mit grossen Befürchtungen in das BumrungradHospital gegangen bin.

Meine Befürchtungen waren unbegründet. Nicht nur bezüglich des Krankenhauses in einem Schwellenland sondern auch bezüglich meiner Verletzung.

Das Krankenhaus hatte einen Luxus und Professionalität an, der sich europäische Krankenhäuser mehr als eine Scheibe abschneiden könnten. Innerhalb einer Stunde hatte ich Visite, Röntgen, Diagnose und Medikamente in der Hand und konnte mit einem kostenlosen Saft wieder gehen.

Nun soll es morgen nun endlich weitergehen nach ChanthaBuri, dem ersten Ort den wir gemeinsam in Thailand besuchen, welcher nicht total vom Tourismus geprägt ist. Wir sind beide sehr gespannt. Ausserdem gibt es dort das ersehnte Meer.

Pai

Die Woche ging nun relativ schnell vorbei. Nachdem wir in Pai angekommen waren, mieteten wir gleich einen Roller, da die 2km zum SpicyPai dann mit Rucksäcken doch zu weit war. Das Hostel war nur etwas außerhalb der kleinen Ortschaft, aber zwischen den frischgeernteten Reisfelder doch schon in einer anderen Welt.

Die Tage nutzten wir um in dem Ort, der mit Party- und Esslokalen vollgestopft ist, genau diese auszunutzen.

Mit einem Roller und entsprechender Vorsicht der Polizei nicht in die Kontrollen zu fahren, konnte man viele für die Touristen vorbereiteten Attraktionen bewundern.

Zwischendrin blieb dann doch immer mal Zeit für ein Bier zu den famosen Sonnenuntergängen.

So verging die Zeit zwischen chillen, Party und rollerfahren.

Bei heißen Quellen, in denen Einheimische ihre Eier kochten.

Oder am Pai-Canyon zum Sonnenuntergang.

Oder einfach am Fluss sitzen.

Sehr prägsam für diese Region waren auch die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht, die um die 20grad Celsius betrugen.

Sehr prägsam für mich waren die Menschen, welche ein breites Spektrum abdeckten und teilweise mir neue und unerwartete Sichtweisen aufzeigten.

Etwas vermisst habe ich die Spiritualität von Pai von der mir die Leute auf meiner Reise erzählten. Wahrscheinlich war sie zu stark mit der Decke aus Partytourismus versteckt.

Nach über einer Woche in dem doch sehr übersichtlichen Ort wurde es dann doch Zeit wieder nach ChiangMai zurückzufahren um auch ein wenig shoppen zu gehen. Die Qualität vieler Produkte in ChiangMai wird nur noch durch ihre Preise übertroffen.

Auch ich habe eine grosse Ausgabe zu machen, denn mein Smartphone gibt nun mehr und mehr den Geist auf. So sind in diesem Beitrag die letzten Bilder meines alten Handys zu sehen.

Hoffentlich klappt alles um auch weiterhin von meiner Reise erzählen zu können.

Ein bisschen Abenteuer ist okay

Morgens um acht wurde ich wach. Ani schlief noch, denn wir hatten uns eine Aufstehzeit von neun ausgemacht. Also ging ich in den Hotelpool schwimmen oder zumindest hatte ich das vor. Der Pool war sehr kalt und nach zwei Minuten war ich zwar wach, aber auch erfrischt genug. Und so genoss ich Kaffee und Zigaretten als erstes Frühstück.

Während Ani sich frisch machte ging ich los und besorgte den Roller für den Tag für 200Baht. Nach einem ausreichenden Frühstück ging es dann los.

Zuerst holten wir den nett aussehenden Tempel nach den wir am Vortag aufgrund von Hunger ausgelassen hatten.

Unser Ziel für den Tag waren die nahgelegenen hohen Berge im Osten von ChiangMai.

Wir fuhren los und gerieten promt in die tägliche Polizeikontrolle. Ich hatte damit kein Problem, da ich meinen internationalen Führerschein mit mir führte. Dann zeigte mir der nette Amerikaner, der für die thailändische Polizei arbeitete, dass mein Führerschein nur PKWs und keine Roller abdeckte. Er meinte, dass dies kein Problem darstelle und ich lediglich 500Baht (ca. 15euro) Strafe bezahlen müsse. Dies beinhaltete aber auch die Lizenz Motorräder für drei Tage in Thailand zu führen. Dies hinterließ ein Geschmäckle wie die Schwaben sagen würden.

Die Aussicht über die Stadt und das schöne Wetter machten dies zu einer sehr schönen Ausfahrt. Natürlich wollten wir nicht denselben Weg zurück nehmen und suchten über GoogleMaps eine entsprechende Route aus.

Nach anfänglichen Witzeln, dass wir beide schon schlimmere Straßen gefahren sind, belehrte uns die Natur bald eines besseren.

ChiangMai war schon in Sichtweite und laut Karte weniger als zwei Kilometer Luftlinie entfernt. Das war gut, denn unser Benzin näherte sich dem Ende. Auch meine Konzentration ging aufgrund der Schwierigkeit der Strecke langsam zur neige. Denn es stellte sich raus, dass der als Straße deklarierte Weg hauptsächlich als Mountainbikeabfahrtsstrecke genutzt wurde. Auch der wilde Hund, der uns einen Teil der Strecke verfolgte und dann plötzlich verschwand, war der Stimmung nicht zuträglich.

Dann kam ein Einheimischer vorbei und deute mit den Worten „no chiangmai“ auf unseren Weg. So hielten wir an und überlegten was mitten im thailändischen Dschungel ohne Benzin zu tun sei.

Als dann ein zweiter Thai mit seinem mit Kaffee beladenen Motorbike vorbeikam, hielten wir ihn an und baten ihn um Hilfe. Er zögerte nicht lange lud seinen Kaffee ab und fuhr zurück in sein Dorf. Zehn Minuten später kam er mit einem Kanister wieder und wir gaben ihm lächelnd 200Baht.

Damit hatten wir ein Problem gelöst. Wir beschlossen denselben Weg zurück zu nehmen, was uns vor eine neue Aufgabe stellte, denn der Aufstieg war zu steil für den Roller mit uns beiden als Gepäck. Ich hatte alle Mühe alleine die Spur zu halten. Anika hatte dazu die anstrengendere Aufgabe den mehrere hundert Meter hohen steilen Aufstieg zu Fuß zu meistern

Oben angekommen machten wir natürlich erstmal Pause. Den Weg nach unten genossen wir nicht ganz ohne Hast denn der Rollerabgabetermin rückte näher.

Es war eine kurvenreiche Abfahrt, die ich sehr aufregend fand. Und wir schafften noch alles rechtzeitig.

Abends trafen wir dann Matthias einen der Österreicher, der uns mit in eine nahegelenene Bar mitnahm, wo schon Gustav und viele Deutschsprachige warteten.

So wurde es noch ein langer Abend und beim Aufwachen am nächsten Morgen entschieden wir, dass es besser sei die geplante Fahrt nach Pai um einen Tag zu verschieben. So blieben wir noch in ChiangMai.

Mit Ani in Bangkok und dann ab nach Norden

Am 25. war es nun soweit. Anika kam mit dem Flieger an und ich habe sie vom internationalen Flughafen abgeholt. Statt des teueren Taxis habe ich etwas recherchiert und einen Bus gefunden, der regelmäßig für ca. 1euro80 die über 25km fährt.

Nach ungefähr einer Stunde warten, war das Auschecken dann abgeschlossen.

Nach einem herzlichen Wiedersehen fuhren wir zu unserem Domizil für die nächsten drei Tage und nachdem wir uns frischgemacht hatten, ging es dann los durch die Backpackergegend von BangKok. Ani hatte mächtig Jetleck und so fiel sie nach einer guten Portion PadThai für die nächsten 13 Stunden in tiefen Schlaf.

Der nächste Tag verlief dann beschaulich mit Schlendern, Essen und Bier.

Auch die touristischen Ziele liesen wir nicht unbeachtet und genossen den Sonnenuntergang auf dem golden Mountain.

Zwei Tage haben wir dann eigentlich nichts weiter getan als uns für ein paar Baht in die ‚Busschiffe‘ zu setzen und den Fluss rauf und runter zu fahren.

Und Abends saßen wir aus Gemütlichkeit und etwas Faulheit meist in unserer Stammkneipe bei Livemusik, fröhlichen Leuten und Bier.

Nun wurde es aber Zeit diesen bunten liebens- und hassenwerten versmokten Sündenfuhl namens Bangkok zu verlassen. So stiegen wir abends in den Bus nach ChiangMai. Da dies kein Schlafbus war, wie ich ihn aus Vietnam kannte, sondern ein normaler Reisebus, lies es sich dann nicht so gut darin schlafen. Mit einer kurzen Pause um ca. ein Uhr nachts,

erreichten wir gegen neun Uhr das Zentrum von ChiangMai.

Wir folgten dann drei Österreichern, von denen einer nicht aufhören konnte zu reden obwohl wir noch nicht mal Kaffee hatten, zu einer günstigen Unterkunft. Nach einem angenehmen Frühstück checkten wir dann ein und beschlossen einen Ausflug durch die Stadt zu Fuß.

Nach vier Stunden hatten wir das anderthalb Kilometer lange Quadrat der Altstadt umrundet und viel gesehen.

Abends sind wir dann noch auf den wirklich spektakulären Nachtmarkt gegegangen. Wobei Ani doch sehr von der Vielfalt und Qualität der Produkte angetan war.

Jetzt lassen wir den Tag ausklingen, indem jeder noch ein paar Sachen schreibt. Es war ein langer und sehr schöner Tag und morgen wollen das Umfeld von ChiangMai mit dem Roller erkunden, so dass das Bett immer lauter zu rufen scheint.

Die letzten Tage Inselleben

Die Fahrt nach Malaysia habe ich nun gestrichen, da ich erfahren habe, dass ich zur Verlängerung meiner Aufenthaltsgenehmigung nur in das nächste Immigrationsbüro zu gehen habe. Also entschloss ich mich noch ein paar Tage in Koh PahNgan zu verbringen.

Mit Ariane, Spencer, Trixi und Robbi hatte ich eine schöne Zeit. Freitag Abend war dann wieder Raggaezeit und es war eine sehr angenehme Veranstaltung.

Dort lernten wir Joy kennen, der nach einer Nahtoderfahrung den Menschen Freude bringen möchte und wir beschlossen am darauffolgenden Tag ein Party am Meer zu starten.

Es war äußerst angenehm und jeder hatte positive und fröhliche Gefühle.

In den nächsten Tagen konnte ich auch etwas von der Tierwelt beobachten.

Zusammen mit den Angestellten und Gästen des Secret places hatten ich immer eine gute Zeit. Sei es beim Barbeque, Film- und Spieleabend oder einfach beim Bier und diskutieren, Langeweile wollte einfach nicht aufkommen.

Und endlich habe ich die Sonne den Horizont aus Wasser treffen sehen. Ein Ereignis, welchem ich seit zirka sechs Monaten entgegenfieberte und das durch die topographische Lage oder durch die Monsunwolken mir bis dahin verwehrt blieb.

Zwischendurch kam es immer wieder zu einem leichten Niesel, welcher in kurzer Zeit die komplette Insel unter Wasser setzte.

In meiner Unterkunft direkt am Meer fühlte ich mich stets wohl und konnte den Tag immer gut ausklingen lassen.

Nun wurde es aber doch Zeit anzureisen und allen Lebewohl zu sagen.

Ich bestieg die Fähre und reiste zum Bahnhof nach SuratThani. Dort hatte ich etwas Zeit und verbrachte diese mit Ida und Jani, zwei finnischen Reisenden und etwas Bier.

Diesmal hatte ich etwas mehr Geld ausgegeben um ein Schlafabteil zu bekommen.

Dies war eine sehr gute Entscheidung, denn ich habe lange nicht mehr so gut geschlafen.

Nun ist es früher morgen und ich schreibe diese Zeilen im Zug. Draußen ziehen schon die ersten Ausläufer von BangKok an meinem Fenster vorbei. Nach meiner Ankunft werde ich direkt zur Einwanderungsbehöhrde gehen um meinen Aufenthalt in Thailandzu verlängern.

Ich freue mich schon sehr auf den Sonntag, denn dann hole ich Anika Busch vom Flughafen ab und es ist der Plan die nächsten Monate zusammenzureisen. Nach ein paar Tagen in BangKok soll es dann in den Norden mit ChangMai und Pai gehen.

Nachtrag:

Mit der Verlängerung hat alles geklappt. Bei ca. 60euro war das aber auch das Mindeste.

Und gleich auf den Weg ins Hostel habe ich Dascha und Kot wiedergetroffen und ich habe das Gefühl, dass dies nicht unser letztes Wiedersehen war.

Vipassana und das Nirvana kann kommen

Das Vipassana war sehr gut und ich habe viel Weisheit und Wissen erhalten. Leider ist dann der buddhistische Mönch krank geworden und ich habe auch noch, wie Mutti sagen würde, die Schieteritis bekommen. Und ebenso wie Siddhartha wollte ich die Erleuchtung nicht auf den Thron haben. Also bin ich ausgestiegen um über das gelernte zu meditieren und zu einem späteren Zeitpunkt das Vipassana zu wiederholen.

Bin nun der einzige Gast in der unfertigen Gemeinschaftsunterkunft des secret places und genieße es sehr einen Raum ohne Wände am Meer zu haben.

Ich fühle mich hier sehr wohl.

Heute war ich das erste mal Schnorcheln und habe sehr faul die Wanderungen der bis zu einen Meter langen Seegurken bewundert. Natürlich habe ich allerlei Fische und Korallen gesehen, aber ich bitte um Verzeihung, dass mein Handy hier keine Fotos machte.

Heute gab es dann noch PadTai von meinem Lieblingskoch hier.

Habe bisher noch nie, trotz starker Bemühungen, einen Sonnenuntergang im Meer gesehen. Es ist zwar immer schön, aber ich freue mich schon sehr darauf zu sehen wie die Sonne den Horizont aus Wasser berührt.

Thunder in Paradise

In meinem neuen Heim, dem secret place, habe ich mich nun drei Tage mit nur mit Sport beschäftigt und einen mächtigen Muskelkater als Belohnung erhalten.

Am vierten Tag, der zur Regeneration gedacht war, fing es nun an nicht nur sprichwörtlich monsunartig zu regnen. Und zu regnen. Und zu regnen.

Nach anfänglicher Erholung musste man sich dann doch beschäftigten und so waren Gesellschafts- und Trinkspiele eine willkommene Ablenkung.
Am Freitag kamen dann Alex und sein Bruder vorbei, zwei thailändische Tattookünstler aus dem nahegelenen Studio und kochten für uns. Da wir eh vorhatten zu kochen, hatten wir eine breite Auswahl an Zutaten zur Verfügung, inklusive zehn frischer Fische.

Auch ich leistete meinen Beitrag.

Nachdem alle mehr als vollgestopft waren, ging es dann noch in das RastaHome, wo Freitags immer Livemusik läuft. Die Stimmung war richtig gut und alle waren lustig, aber da im Essen wohl ein ganzer Knoblauchzopf dran war, war mein Energielevel bald auf dem Minimum.

Nach einen schönen Freitag abend mit schönen und freundlichen Menschen, exzellentem Essen und viel Lachen ging ich glücklich um zwei uhr ins Bett in meine Hütte über dem Meer.

Auch der Samstag begann mit Regen, der die Straßen in eine Fluss- und Seenlandschaft verwandelte. Nach einem mageren Frühstück, bestehend aus Kaffee und Kippe, fuhr ich mit meinem Roller durch die Fluten. Mein Ziel war das Khao Tham Insight Meditation Center, denn René, die Managerin meines Hotels ezählte mir dass das Vipassana hier am Sonntag starten soll.

Beim Vipassana bleibt man für zehn Tage mit Schweigen und Meditation im buddistischen Tempel.

Auch Handy, Rauchen und Alkohol sind natürlich untersagt und ich bin für diese Zeit unerreichbar.

Halloween und ab nach Koh PhaNgan

Nun bin ich doch noch zwei Tage in BangKok geblieben, als ich die Vorbereitungen der Touristenstrasse auf Halloween gesehen habe.

Die Tage davor nutzte ich dann doch zum Erkunden von BangKok. An dieseb zwei Tagen bin einmal nach Osten

und einmal nach Westen und zurück gegangen.

Nach der Halloween-Party und nach einem guten Katerfrühstück ging es 19Uhr30 mit dem Zug los Richtung Süden, nach SuratThani.

Ich hätte doch die drei Euro mehr für den Schlafplatz bezahlen sollen. So waren die Lacher auf meiner Seite als ich versuchte eine geeignete Schlafposition zu finden.

Da nur Thais in der dritten Klasse waren, war ich natürlich die Attraktionen und nach einer langen Nacht wurde ich freundlich aufgenommen.

Die Aussicht am morgen war atemberaubend.

In SuratThani angekommen nahm ich den Bus zur Fähre und es konnte losgehen Richtung Koh PahNgan.

Auf der Insel um sieben Uhr abends angekommen hatte ich mir ein billiges Hostel in der Nähe des Hafens rausgesucht um möglichst schnell meine sehnlichst erwünschte Dusche zu bekommen. Ich beschloss zwei Nächte dort zu bleiben um mich am nächsten Tag mit einem gemieteten Roller auf die Suche nach einer Unterkunft zu machen.

Nach einigen Erkunden auf der Insel wurde ich dann fündig. Zwar etwas teurer, aber nach einigen Verhandeln mit der australischen Managerin kann ich nun in meiner eigenen Hütte für 13euro pro Nacht bleiben.

Auch bin ich glücklich, natürlich zusätzlich zu den prospektreifen Stränden, über die benutzbare Küche und die überaus netten Leute, welche hier arbeiten. Sie haben mich mit offenen Armen empfangen und so waren wir auch heute zum thailändischen All-You-Can-Eat-Barbeque.

Ich bin über die Schönheit der Landschaft , die feinen Sandstände und das klare blautürkise Wasser begeistert und freue mich schon auf die Erkundungstouren über die Insel.

Thailand

Also erstmal hat alles reibungslos geklappt und ich bin ohne Visakosten und für geringe Buskosten nach Thailand gekommen.

Aufgrund meiner inzwischen liebgewonnen Abneigung Laos gegenüber, wollte ich nicht in einer Grenzstadt bleiben und nahm mir das nächste Tuktuk zum Bahnhof.

Dort freute ich mich über die analoge Technik und war sehr erstaunt, das Züge, im Gegensatz zur teuren deutschen Bahn, auch pünktlich fahren können.

So kam ich nach KhonKaen. Die tiefe Spiritualität dieser Stadt und ihre zahlreichen buddistischen Tempel und Stupas beeindruckten mich tief.

In der großen Stupa besuchte ich überreste Buddhas und sah einen Mönch, der in seiner tiefen Ruhe im ersten Moment eher einer der zahlreichen Statuen ähnelte.

Auch mein Hostel war sehr nett. Eine thailändische Hippiefamilie hatte es in ihrem Haus eröffnet. Und der Hausherr (seine Frau hatte wohl eher die Hosen an) versucht auch wirklich die Welt zu verändern.

Nach zwei schönen Tagen entschloss ich mich den Osten des Landes zu verlassen und nahm die acht Stunden Fahrt nach Bangkok in Angriff.

Bangkok ist gross und mächtig. Wer hier nicht aufpasst wird mitgerissen.

Da ich später hierher zurückkomme, halte ich mich Erkundungstouren zurück und bleibe in dem für Touristen geschaffenen Bereich der KhoaSan-Strasse um etwas die Subkultur dieser Geldmaschine zu erforschen. Auch die Rotlichtbezirke werde ich bei diesem Besuch noch nicht erkunden.

Morgen werde ich mir eine gute Massage suchen, der ich schon seit meinem Rippenbruch entgegen sehne. Am Abend nehme ich dann den Nachtzug nach Süden, um wieder ans Meer zu kommen, wahrscheinlich KohSamui, aber dass werde ich später mit Hilfe weiterer Zufallsbekanntschaften entscheiden.